Der Bund gegen Missbrauch der Tiere e.V. hat sich zum Ziel gesetzt, Tieren in Not zu helfen.

Unsere acht Tierheime, elf Geschäftsstellen und privaten Pflegestellen sind jedes Jahr die Dreh- und Angelpunkte der praktischen Tierschutzarbeit. Mit großer Sachkunde, viel Liebe und Hingabe werden ausgesetzte und abgegebene Hunde, Katzen und Kleintiere von den Mitarbeitern gepflegt, bis sie ein neues Zuhause gefunden haben.

Öffnungszeiten der Geschäftsstelle

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freitags 11 bis 14 Uhr
samstags und sonntags geschlossen

Landesverband NRW
Geschäftsstelle Issum
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47661 Issum

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Tierärztlicher Notdienst:
Dr. med. vet. Carsten Matburger
Tel.: 02841-884367

Notfalltelefon:
0173-2929993

Tierärztliche Klinik für Kleintiere Trier
Tel.: 0651-9386666

Pferdeklinik Kerken
Tel.: 02836-91410

Veterinäramt:
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Recht der Tiere
Das Magazin des bmt
Die aktuelle Ausgabe

Das "Recht der Tiere" ist die Mitgliederzeitschrift des bmt und für Sie auf unserer Webseite abrufbar.
Das RdT (Auflage von 45.000) erscheint 4 x im Jahr.
Im Archiv finden Sie alle aktuellen und älteren Jahrgänge.

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Stirbt Schaf „Norbert“?

Geschlachtet im Namen der Kunst

Zwei Berliner Kunststudenten haben Millionen dazu gebracht, über die Hinrichtung eines Schafes abzustimmen. Der kalkulierte Tabubruch ist nur einer von vielen.

Dürfen Menschen unter dem Deckmäntelchen der Kunst ein Schaf hinrichten und im Internet darüber abstimmen lassen? Dürfen Theaterintendantinnen Babyhunde töten? Dürfen Rehe für eine Operninszenierung geschlachtet werden und anschließend für Fotografen Modell stehen? Tiere tauchen in der Kunst nicht nur als putzige Modelle oder Motive auf, sondern immer wieder werden sie buchstäblich geopfert.

Am Donnerstag endet die spektakuläre Abstimmung im Internet, die über Leben und Tod von Schaf „Norbert“ entscheidet. Auf ihrer Website rufen zwei Meisterstudenten der Berliner Universität der Künste seit Wochen dazu auf, für oder gegen Norberts Hinrichtung abzustimmen. Ein Youtube-Video zeigt die kunterbunte Guillotine, die „Norbert“ möglicherweise den Kopf kosten könnte. Bis Mittwoch hatten bereits 4,2 Millionen Menschen ihre Stimme abgegeben. Etwa 59 Prozent sprachen sich gegen die Hinrichtung von Norbert aus, immerhin 41 Prozent dafür. Am Freitag wollen die Künstler das Ergebnis verkünden. Sie wollen mit ihrer makabren Aktion die Demokratie auf die Probe stellen und an die Bedeutung demokratischer Entscheidungen erinnern. Acht Strafanzeigen waren bereits Anfang der Woche bei der Berliner Justiz eingegangen.

Unter dem Titel „Der Tod als Metamorphose“ wollte eine Künstlerin Ende April zwei Babyhunde auf der Bühne des Spandauer Volkstheaters erdrosseln. Die Tötung der Welpen mit einem Kabelbinder, Trauermusik und Meditation wurde allerdings von einem Berliner Gericht verboten. Mit der provokanten Aktion wollte die Künstlerin auf Hundstötungen in Alaska und Spanien aufmerksam machen. Schlittenhunde beziehungsweise Jagdhunde werden dort auf gleiche Weise zu Tode stranguliert. Außerdem hatte die Künstlerin damit argumentiert, dass ihr Vorhaben durch die Kunstfreiheit im Grundgesetz gedeckt sei und dadurch Verstöße gegen das Tierschutzgesetz gerechtfertigt seien. Das sah das Verwaltungsgericht anders. [mehr] Focus

Hamster sind keine Tiere für Kinder

Als Haustier für Kinder sind Hamster nicht gut geeignet. Die Nager sind nachtaktiv und kommen tagsüber nur in Ausnahmefällen heraus. Auch Streicheln mögen die Nager gar nicht.

Werden Hamster am Tag gestört, bedeutet das für sie extremen Stress, erläutert Prof. Theo Mantel, Präsident der Bundestierärztekammer. Darüber hinaus sind Hamster keine Streicheltiere: Sie mögen es nicht, ständig angefasst und hochgenommen zu werden.

Ein weiterer Irrtum ist, dass Hamstern ein Laufrad schaden könnte. Um dem Tier genügend Bewegung zu verschaffen, ist es ein wichtiger Bestandteil im Käfig. Das Rad darf aber keine Gitter haben, denn vor allem Zwerghamster bleiben mit ihren kleinen Pfoten schnell zwischen den Gitterstäben hängen. Am besten ist das Laufrad auf einer Seite komplett verschlossen und hat mindestens einen Durchmesser von 25 Zentimeter. In zu kleinen Rädern wird der Nacken des Tieres extrem nach hinten gekrümmt und geschädigt. Focus

Diese Garnele kann Blitz und Donner

Der Pistolenkrebs ist das lauteste Tier der Welt. Er knallt Beutetiere um und duelliert sich mit Konkurrenten. Und dabei ist er eigentlich recht sozial.

Wer zur Grillsaison beim Stichwort Garnele nur an Shrimps-Cocktail und leckere Spießchen denkt, tut diesen Krebstieren unrecht. Zumindest einige von ihnen haben ohrenbetäubende Fähigkeiten, die sie mit ihren Scheren ausleben.

Die Familienmitglieder der Alpheidae werden nicht umsonst auch Knall- oder Pistolenkrebse genannt. Mit ihren Greifarmen erzeugen sie einen Knall – bis zu 200 Dezibel laut. Zum Vergleich: Der Lärm eines Düsenjets liegt im Bereich von 120 Dezibel. Damit sind diese Krebse die lautesten Tiere der Welt. Nur gut, dass das Wasser den Wumms etwas dämpft. Das Sonar eines U-Bootes können Knallkrebse aber allemal stören.

Um es derart krachen zu lassen, haben die Riffbewohner eine besondere Technik entwickelt, Sonolumineszenz genannt. Die Wissenschaftler um den deutschen Physiker Detlev Lohse, die die Schusstechnik im Jahr 2001 erstmals beschrieben, sprachen ursprünglich von Shrimpolumineszenz.

Der Name lässt es schon ahnen: Bei dem Krach ist auch Licht im Spiel. Die Garnelen stoßen mit ihrer Knallschere einen Wasserstrahl aus, der eine dampfgefüllte Blase bildet, die Kavitationsblase. Diese implodiert und erzeugt dabei neben einem lauten Knall auch einen Lichtblitz und örtliche Temperaturen von mehr als 4.700 Grad Celsius.

Mit so viel Power kann der Krebs sogar ein Glasgefäß sprengen, wenn man ihn darin einsperrt. In freier Wildbahn donnert er Beutetiere nieder, gibt Warnschüsse ab, kommuniziert mit Artgenossen und kämpft mit Rivalen. Dann gilt: Wer die größere Kanone hat, gewinnt. Weil die Knallkrebse im Grunde äußerst faire Zeitgenossen sind, halten sie dabei einen Sicherheitsabstand ein, um sich nicht zu verletzen. [mehr] DIE ZEIT Foto: wildsingapore

Sterbende Delfine und Pelikane

Perus tödliches Geheimnis

Mehr als 90 Delfine und 5000 Pelikane sind an der Küste Perus bereits verendet. Wissenschaftler stehen vor einem Rätsel: Ist Gift, Lärm oder der Klimawandel die Ursache?

Auf einmal liegen sie da, einer neben dem anderen. Aufgerissene Schnäbel, leere Augen. Es begann im vergangenen Jahr, inzwischen wurden mindestens 900 tote Delfine im trockenen Norden Perus an Land gespült, nach anderen Rechnungen sogar Tausende. Zusätzlich verendeten mehr als 5000 Pelikane an den Stränden der Regionen Tumbes, Piura und Lambayeque, und das Massensterben geht weiter.

Die Küstenwache fährt mit Geländewagen vor und räumt unter der hartnäckigen Sonne der Wüste einige Kadaver beiseite. Anblick und Geruch sind verstörend für Bewohner und Touristen im südamerikanischen Herbst. Erfahrene Fischer berichten, sie hätten so etwas noch nie gesehen. Ein gestrandeter Delfin hier, ein eingegangener Pelikan dort - "aber was jetzt passiert", sagt einer, "das ist wirklich alarmierend".

Gewöhnlich sind die peruanischen Küsten ein Paradies für maritimes Leben. Der kalte Humboldt-Strom fließt aus der Antarktis hinauf, nährstoffreiches Plankton wird aus der Tiefe des Pazifiks nach oben gespült. Deshalb gehört diese ansonsten karge Gegend zu den besten Fischereizonen der Erde, und Peru hat sich mit sehr unterschiedlichen Formen der Nutzung einen Namen gemacht: Besonders die Gerichte aus rohem, marinierten Fisch, die sogenannten Ceviches und Tiraditos, genießen inzwischen Weltruf - und die weniger appetitlichen Fischmehlfabriken gehören zu den Schwergewichten der Branche. Schwärme von Sardellen sind außerdem bevorzugte Nahrung der Delfine und Pelikane, die sich in und über diesen Gewässern tummeln. Doch nun wird an den sandigen Ufern vornehmlich vom Tod gesprochen - was ist passiert?

Wissenschaftler stehen vor einem inzwischen auch international beachteten Rätsel. Die Theorien bei der Suche nach der Ursache der mysteriösen Epidemie reichen vom Klimawandel über Verschmutzung bis zur Suche nach Öl. [mehr] Süddeutsche

Tierschützer sorgen sich um Wildtiere in Wohnzimmern

Statt Hunde und Katzen halten sich die Deutschen immer häufiger Geckos, Chamäleons und Leguane als Haustiere. Schließlich muss man mit Reptilien nicht Gassi gehen, sie brauchen keine Streicheleinheiten, fressen wenig Futter, benötigen kaum Platz und lösen keine Allergien aus.

Dennoch sind Tierschützer alles andere als glücklich über den Trend, der sich auch auf der am Donnerstag beginnenden, weltweit größten Heimtiermesse Interzoo in Nürnberg widerspiegeln wird. „Was uns Sorge bereitet, ist der Handel mit Wildtieren, vor allem mit Wildfängen“, sagt Sandra Altherr von der Organisation Pro Wildlife. Während die einen Nachzuchten wilder Tiere sind, werden die anderen direkt in der Natur eingesammelt.

Rund 22 Millionen Heimtiere leben nach Angaben des Zentralverbands Zoologischer Fachbetriebe Deutschlands (ZZF) in hiesigen Haushalten, die unzähligen Fische und Reptilien nicht mitgezählt. Dabei sind Terrarien zunehmend beliebt. Zwar liegen keine exakten Daten vor, doch schätzte der ZZF ihre Zahl vor einem Jahr auf rund 400 000. Branchenkennern zufolge dürften es deutlich mehr sein.

„Reptilien sind leider der Shootingstar“, bestätigt Altherr. Dabei sei problematisch, dass die Tiere aufgrund ihrer Herkunft aus anderen Klima-, Temperatur- und Feuchtigkeitszonen durchaus nicht so einfach zu halten seien wie oftmals propagiert. Zudem werde noch immer ein erheblicher Anteil der Tiere direkt der Natur entnommen. Dies gelte nicht nur für Reptilien, sondern für viele ungeschützte und oft preiswerte Arten – mit teils gravierenden Folgen für deren Bestand.

Auch wenn unzählige Arten völlig legal gehandelt werden – die hohen Verkaufszahlen nicht heimischer Spezies sind Tierschützern ein Dorn im Auge. „Es gibt immer wieder Studien, wonach nur ein Bruchteil der importieren Tiere das erste Jahr überlebt“, berichtet Altherr. So stürben 90 Prozent der Königspythons und gut die Hälfte aller Reptilien innerhalb weniger Monate. Daran seien nicht immer die Halter Schuld, betont die Expertin. Viele Tiere verendeten mit zeitlicher Verzögerung nach dem stressigen Transport – und würden umgehend durch einen Neukauf ersetzt. [mehr] FOCUS

Tierischer Mehrkampf

Reh rutscht von Felsen und schwimmt durch den Rhein

Eine wahre Odyssee mit Schwimmeinlage im Rhein hat ein Reh in St. Goarshausen erlebt.

Das Tier rutschte am Donnerstag von einem steilen Hang unterhalb der Loreley ab und geriet in einen etwa einen Meter schmalen Spalt zwischen einem Felsen und einem Zaun, wie die Polizei am Freitag in St. Goarshausen mitteilte. «Von dort war keine Flucht mehr möglich», sagte ein Polizeisprecher.

Das Tier konnte erst fliehen, nachdem ein Anwohner ein Tor geöffnet hatte. Anschließend lief das Reh über die Bundesstraße 42, sprang in den Rhein und schwamm ans linksrheinische Ufer nach Sankt Goar.

Dort konnte sich das Reh schließlich an Land retten und lief laut Polizei ohne sichtbare Verletzungen davon. Rhein-Zeitung

Schleswig-Holstein

Greifvogel attackiert Fußgänger auf Wanderweg

Die Gemeinde Ammersbek sperrt Wanderweg an der Beekwiese nach Scheinangriffen. Ist der Problemvogel ein Habicht oder ein Bussard?

Es klingt ein wenig wie eine Geschichte aus Alfred Hitchcocks Horrorfilm "Die Vögel", was Fußgänger aus Ammersbek vor wenigen Tagen der Polizei und dem Ordnungsamt der Gemeinde schilderten. Ohne Vorwarnung waren diese nämlich plötzlich aus der Luft angegriffen worden - von einem Greifvogel. Die Gemeinde Ammersbek hat das Gebiet, den Wanderweg an der Beekwiese, jetzt kurz entschlossen gesperrt. "Achtung. Benutzung des Wanderwegs verboten. Vorsicht Brutgebiet! Gefahr durch Angriffe von Greifvögeln", warnt nun ein Text auf einer rot-weiß gestreiften Warnbake. Sogar Fußgänger- und Radfahrverbotsschilder hat die Gemeinde aufgestellt.

"Die beiden Jogger sind zwar nicht schwer verletzt worden, aber zum Schutz der Menschen haben wir uns entschlossen, so zu handeln", sagt Ordnungsamtsleiter Marco Müller. Schließlich hätten die Tiere sehr scharfe Krallen und es sei schon ziemlich unschön, wenn Spaziergänger von einem Greifvogel im Sturzflug angegriffen werden. "Es sind aber nur Scheinangriffe, die die Tiere machen", versucht er zu beruhigen. Gerade in der Brutzeit könne dies unter Umständen schon einmal vorkommen. Bisher allerdings ist der Fall in Ammersbek einzigartig.

Auch Volker Brüggen von der Polizei, dem eine Frau am Dienstag von der Attacke auf sie berichtete, hörte zum ersten Mal von einem Angriff eines Vogels. "Ich arbeite seit 1974 hier und solch einen Fall hatte ich noch nie", sagt Brüggen zum Abendblatt. Wie die Frau ihm berichtete, hatte das Tier sie zwei bis drei Mal angegriffen, einmal sich sogar kurz mit seinen Fängen in den Haaren verfangen. "Ganz urplötzlich", sagt Brüggen, der sich sofort mit dem Ordnungsamt und den Jagdpächtern in Verbindung setzte. Was für ein Greifvogel nun genau die Ammersbeker Fußgänger angegriffen hat, da scheiden sich noch die Geister. Während die Gemeinde derzeit vor einem Habichtpärchen warnt, das vermutlich in der Nähe des Wanderweges seinen Nachwuchs aufzieht, geht Jagdpächter Dieter Klenke von einem Bussard-Paar aus. [mehr] Hamburger Abendblatt Foto (Bussard): Ken Billington

Finger weg von kleinen Vogel-Küken

Bergkamen. Ein Sonntagsspaziergang in den Lippeauen ist immer ein Erlebnis, besonders dann, wenn dabei die „Geburt“ von fünf kleinen Schwanenküken beobachtet werden kann. „Es war ein faszinierender Anblick, als das erste Ei Anfing aufzubrechen und der Kleine ins Leben krabbelte“, beschreibt Kerstin Zenker ihre Eindrücke aus der gefiederten Kinderstube.

Viele Vögel sorgen zurzeit für Nachwuchs, teilweise muss er noch ausgebrütet werden, andere Eltern haben jede Menge Stress, weil ihre Jungen ständig Hunger haben. Im Eifer des Gefechts kann es schon mal passieren, dass ein Jungvogel aus dem Nest fällt oder vorwitzig drumherum die Welt erforscht und sich dabei einfach verlaufen hat.

Wer solche scheinbar hilflosen Jungtiere sieht, sollte von ihnen die Finger lassen. Die Jungen sind keineswegs auf menschliche Hilfe angewiesen, darauf weist ausdrücklich die Biologische Station des Kreises Unna.

Oft stehen die Jungen und die Alten durch Piepen in Kontakt. Es gibt aber auch Jungvögel, die bereits früh eine erstaunliche Selbstständigkeit an den Tag legen. Dazu gehört zum Beispiel der Kiebitz. Seine Küken ernähren sich eigenständig – die Eltern beobachten aber immer das Umfeld und verteidigen die Jungen bei Gefahr aggressiv gegen Angreifer am Boden und aus der Luft.

Andere Vogeleltern wie die Amsel täuschen den Menschen und auch Katzen vor, dass sie verletzt seien. Damit wollen sie den Feind vom Nest mit den Jungen ablenken. Sie müssen noch einige Wochen gefüttert werden. DER WESTEN

Gelbspötter

Heimlicher Sänger mit lauter Stimme

Der Mai ist einer der Monate, an denen die Natur regelrecht zu explodieren scheint. Überall werden die Bäume grün, an den Seen und Teichen fliegen unzählige Libellen und auch die Brutzeit der meisten Vögel läuft bereits auf Hochtouren.


Zu den zahlreichen Singvögeln, die jetzt mit abwechslungsreichen Gesängen ihre Reviere abgrenzen, gehört auch der Gelbspötter. Der Gelbspötter ist nicht gerade selten und eigentlich ist auch sein lauter Gesang sehr markant, dennoch ist es nicht immer so leicht, ihn im Schutz der Bäume und Hecken zu entdecken. Die Lebensräume des Gelbspötters sind sehr vielseitig, man findet ihn in Parkanlagen, Friedhöfen, Hecken und feuchte Laubmischwäldern. Wenn der als Langstreckenzieher geltende Gelbspötter im Mai aus dem tropischen Zentral- und Südafrika zurückkommt, lässt sich hier der typische Gesang gar nicht überhören.

Wer es schafft, sich früh morgens zum Sonnenaufgang mit Fernglas und Kamera auf den Weg in den nächsten Park oder das nächste Waldgebiet zu machen, wird mit tollen Konzerten der verschiedensten Vogelarten belohnt. Beobachtet man die kleinen Sänger etwas länger, so wird man feststellen, dass viele ihre bevorzugten Sitzwarten besitzen. Schleicht man sich gut getarnt an diese heran, wird man oft mit guten Bildern von Singvögeln bei ihrem Gesang belohnt. NABU

Empathische Tiere

Hunde lassen sich von Gähn-Geräuschen anstecken

Wenn das Herrchen gähnt, reißt oft auch der Hund das Maul auf. Forscher haben jetzt herausgefunden, dass Hunde sogar reagieren, wenn sie den Menschen gar nicht sehen, sondern nur hören. Mitgähnen gilt als Zeichen größerer Empathie.

Hunde lassen sich oft vom Gähnen ihres Herrchens oder Frauchens zum Mitgähnen animieren, wenn sie ihren Besitzer nur hören. Ertönt dagegen das Gähnen eines Menschen, den sie nicht kennen, reagieren die Tiere seltener darauf. Das spreche sehr dafür, dass bei Hunden ein gewisses Maß an Einfühlungsvermögen die Grundlage für das Mitgähnen ist, berichten portugiesische Forscher im Fachblatt "Animal Cognition".

Da die Tiere ihre Besitzer gut kennen, können sie sich leichter in sie hineinversetzen als in Fremde. Eine solche Empathie gilt als die treibende Kraft hinter dem ansteckenden Gähnen beim Menschen und bei Affen, schreiben Karine Silva und ihre Kollegen von der Universität in Porto.

Ansteckendes Gähnen ist bisher nur bei einer Pavianart, bei Bärenmakaken, bei Schimpansen und eben bei Hunden beobachtet worden. Letztere sind die einzige Tierart, die sich über eine Artenschranke hinweg zum Mitgähnen hinreißen lässt, denn Affen lassen sich ausschließlich von Artgenossen anstecken.

Obwohl das Phänomen intensiv untersucht wird, wissen Forscher nicht so recht, was hinter der unwiderstehlichen Ansteckungskraft des Gähnens steckt. Es gibt allerdings ein paar Eigenheiten, die dafür sprechen, dass man sich fürs Mitgähnen in sein Gegenüber hineinversetzt. Menschen und Affen reagieren stärker, wenn sie einen Vertrauten gähnen sehen. Zudem neigen Menschen mit einer sehr mitfühlenden Persönlichkeitsstruktur ebenfalls eher zum Mitgähnen als weniger einfühlsame Zeitgenossen. [mehr] DER SPIEGEL

Furcht bei Offenbacher Hundebesitzern

Hund stirbt an Giftködern

Im Bieberer Feld wurden mehrere Hunde vergiftet; einer von ihnen konnte nicht mehr vom Tierarzt gerettet werden. Offenbar ist hier gezielt Schneckenkorn ausgelegt worden.

„Es kann sich nur um eine Vergiftung durch Schneckenkorn handeln“, sagt Tierarzt Bernhard Linneweber aus Obertshausen. Anders seien die Symptome nicht zu erklären. Linneweber hatte selbst fünf Hunde auf dem Tisch, die im Bieberer Feld Gassi waren. Er vermutet, dass Kollegen ähnliche Fälle hatten. Der letzte in seiner Praxis sei zwei Wochen her.

„Die Tiere hatten alle die gleichen Symptome“, berichtet er. „Sie lagen auf der Seite, haben gespeichelt, gekrampft und sahen aus, als ob sie jeden Moment sterben würden.“ Einer der Hunde ist tatsächlich gestorben, vier überlebten. Linneweber betont, das die Tiere meist gerettet werden können, wenn sie schnelle Hilfe bekommen. „Da muss jemand Köder ausgelegt haben“, ist sich Linneweber sicher. Es müsse sich um gezielte Vergiftung handeln. „Schneckenkorn würden Hunde nicht fressen.“ Ähnliche Fälle seien in den letzten Jahren immer wieder vorgekommen – stets im Frühjahr, wenn wieder mehr Hunde auf der Wiese seien.

Bei der Polizei weiß man ebenfalls von den Fällen. Pressesprecherin Andrea Ackermann berichtet von einer entsprechenden Anzeige. Kollegen hätten den Bereich abgesucht, aber keine Köder finden können. Ackermann bestätigt, dass Vergiftungsfälle seit mindestens drei Jahren immer zur gleichen Zeit vorkommen und dass immer das Feld nördlich von Bieber genannt werde.

Jetzt gibt es auch Berichte, dass im Wetterpark ebenfalls Köder ausgelegt worden seien. Bei der Polizei ist davon allerdings nichts bekannt. Andreas Franke vom Tierschutzverein kann etwas Licht ins Dunkel bringen: „Mitglieder unserer Kindergruppe haben im Wetterpark einen Mann gesehen, der etwas ins hohe Gras geworfen hat.“ Das könnten Köder gewesen sein, glaubt Franke. Gefunden hätten sie aber nichts. Frankfurter Rundschau Foto: Milton Correa

Oberharz

Feuerwehr stemmt Katze aus Badezimmermauer frei

Einen ungewöhnlichen Rettungseinsatz hatte die Feuerwehr Clausthal-Zellerfeld am Samstag: Nach Bauarbeiten an einem Badezimmer in der Mühlenstraße hatten die Bewohner des Hauses eine ihrer drei Katzen vermisst. Sie hörten sie zwar immer wieder miauen, konnten das Tier aber nicht orten.

Sie riefen in ihrer Not zunächst die Polizei an, die sie an die Rettungsleitstelle weiterverwies. Die alarmierte die Feuerwehr.

„Wir haben das erst einmal gar nicht geglaubt und mit fünf Leuten das ganze Haus abgesucht, man will ja auch nicht gleich so ein nagelneues Bad kaputtmachen“, erzählt Ortsbrandmeister Thomas Bremer. Das Kamera-Endoskop eines örtlichen Installateurbetriebs schuf schließlich Klarheit: Miez hockt in der Wand, „wir konnten im Dunkeln die Katzenaugen leuchten sehen.“

Da sich das Tier eindeutig in einer Zwangslage befand, aus der es sich nicht selbst befreien konnte, war aus Sicht der Feuerwehr der Einsatz von „schwerer Technik“ angezeigt. Also Duschwanne raus, vorsichtig die Wand aufgestemmt – und nach dreistündigem Rettungseinsatz konnte die Tierhalterin ihre Katze wieder in die Arme schließen. Goslarsche Zeitung

bmt kritisiert Haltung in Zoos

Elefant Chumpol nach Kämpfen gestorben

Die Elefantenkuh Chumpol ist im Kölner Zoo an den Folgen eines Kampfes mit ihrer Herde gestorben. Die Obduktion habe ergeben, dass das Tier ein ausgekugeltes Hüftgelenk und schwere Muskelschäden davongetragen habe, teilte der Zoo mit. Letztendlich sei der Elefant an den posttraumatischen Folgen des Kampfes gestorben. Pfleger hatten das Tier am Mittwoch mit schweren äußerlichen Verletzungen gefunden. Trotz einer Notfallbehandlung verendete Chumpol wenig später.

Wie der Kampf unter den Elefanten genau ablief, ist unklar. Der Kölner Zoo geht von einem "tragisch verlaufenen Zwischenfall" aus. Zunächst war davon ausgegangen worden, dass Chumpol im Badebecken des Geheges ertrunken war. Zudem wurde bei der Obduktion festgestellt, dass Chumpol mit ihren 55 Jahren doppelt so alt war wie angenommen.

Der Bund gegen Missbrauch der Tiere (BMT) kritisierte eine nicht artgerechte Haltung von Elefanten in deutschen Zoos. "Die Tiere sind auf viel zu engem Raum und haben so keine Möglichkeit, Konfrontationen aus dem Weg zu gehen", sagte der Sprecher des Bundes am Freitag der Nachrichtenagentur dapd in Köln. Bei kleinen Gehegen würde sich einiges anstauen. Der Bund geht von bis zu zehn Angriffen unter Elefanten oder von Elefanten auf Tierpfleger im Jahr aus. Zwar sei das Elefantengehege in Köln das Beste in Deutschland, doch eine artgerechte Haltung der Dickhäuter sei schlicht unmöglich.

Der 2004 eröffnete 20.000 Quadratmeter große Elefantenpark im Kölner Zoo bietet nach Angaben der Leitung eine möglichst artgerechte Haltung. Es gibt darin Schlammbäder, einen orthopädisch gestalteten Fußboden und mehrere Pools. Die Welt

test warnt

Die Mitleidsmasche

Auch wir wollen nicht, dass kleine Kätzchen so leiden müssen. Da hat die junge Frau recht, die uns in der Fußgängerzone den Weg versperrt und herzzerreißende Fotos zeigt: "Sie sind doch auch für Tierschutz?" Klar. Wenige hundert Meter zuvor hatte "Pro Kinder" ebenfalls herzzerreißende Bilder gezeigt, und vor ein paar Tagen stand hier die "Aktion Menschenrechte".

All das sind keine ehrenamtlichen Helfer, sondern knallharte Drückerbanden, Profis, speziell geschult in üblen Methoden: überrumpeln, suggestiv fragen, moralisch unter Druck setzen. Ihr Ziel, Fördermitgliedschaften zu verkaufen. Wer unterschreibt, zahlt monatlich 8 Euro, 12 Euro oder mehr. Meist für zwei Jahre, mit automatischer Verlängerung, wenn das Mitglied nicht kündigt. Oft ziehen sie später mehr vom Konto ein als vereinbart. Amtliche Sammelverbote zeigen das breite Themenfeld: Deutscher Tierhilfe Verband, Hilfe für Behinderte, Protect children, friends4africa.

Tipp: Unterschreiben Sie nichts. Das Widerrufsrecht, das sonst bei Straßenverkauf gilt, greift hier nicht, weil das Mitglied nur zahlt und kein Anrecht auf Leistungen erhält. Oft werben Drücker auch per E-Mail oder Telefon. Sicheres Zeichen: Sie setzen voll auf Mitleid. Seriöse Vereine werben sachlich und räumen schriftlich ein Widerrufsrecht ein. test 5/2012, Seite 10

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Alle Geschöpfe der Erde fühlen wie wir, alle Geschöpfe streben nach Glück wie wir. Alle Geschöpfe der Erde lieben, leiden und sterben wie wir, also sind sie uns gleichgestellte Werke des allmächtigen Schöpfers – unsere Brüder. (Franz von Assisi)


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