Bochum
Weißer Husky soll Pferd gehetzt haben

Zu einem schmerzhaften Zwischenfall zwischen einem Pferd und einem weißen Husky ist es am vorigen Mittwoch um 14.15 Uhr an einem Reiterhof an der Bergener Straße in Bochum-Bergen gekommen. Der Hund soll das Pferd gehetzt haben, so dass es schwer gestürzt sei.
Die Reiterin rief danach die Polizei. Wie diese am Freitag mitteilte, schilderte die Reiterin folgende Version: Sie machte einen Ausritt und war besorgt, dass in rund 50 Meter Entfernung ein unangeleinter Husky (Jagdtrieb) für Ärger sorgen könnte. Sie rief der Halterin zu, sie solle den Hund anleinen. Doch es war zu spät: Der Hund raste auf das Pferd zu. Dieses warf die Reiterin ab und rannte vor dem Husky auf einem Feld davon zurück in Richtung Reiterhof. Als es die Bergener Straße querte, stürzte es und überschlug sich. Vor einem parkenden Auto blieb das Tier liegen, rappelte sich aber wieder auf und lief zum Reiterhof.
Dort trafen mittlerweile auch die beiden Frauen ein und nahmen ihre Tiere an sich. Nach Darstellung der Reiterin teilte die Hundehalterin Beschimpfungen aus und verschwand mit ihrem Husky.
Das Pferd hatte durch den Sturz eine tiefe Fleischwunde erlitten. Als die Polizei eintraf kümmerte sich bereits ein Tierarzt darum. Die Frau (Mitte 30) soll mit einem Begleiter (60 bis 65) mit einem Berner Sennenhund unterwegs gewesen sein. Das Ordnungsamt sucht jetzt nach der Frau.
DER WESTEN
Stiftung Warentest
Vegetarier leben gesünder

Vegetarisch leben und essen ist in. Im Jahr 2011 verzeichnete der Vegetarierbund Deutschland den höchsten Mitgliederzuwachs seiner Geschichte. Es sind vor allem Fleischskandale und kritische Berichte über Massentierhaltung, die Fleischesser zu Vegetariern machen. Gründe genug, das Phänomen „Vegetarisch essen“ gründlich zu analysieren und wichtige Fragen zu erklären, zum Beispiel wann jemand Vegetarier ist, wie ein optimaler Speiseplan aussieht und was es mit Produkten wie Tofu und Saitan als Fleischersatz auf sich hat.
test 02/2012
Hummelkönigin Kerbi lebt bei Familie Drees in Heisingen
Essen. Gudrun Drees aus Heisingen nahm im November eine entkräftete Hummel bei sich auf und pflegte sie gesund. Bei Drees wird Kerbi – was sich von „Kerbtier“ ableitet – wahrlich wie eine Königin behandelt. Dabei sah es anfangs gar nicht gut aus für das Tier.
„Kerbi, komm mal da raus!“ Gudrun Drees rüttelt leicht an dem Terrarium, das sie liebevoll mit allerlei Moos und Nussschalen ausgelegt hat. Doch das Tier ist offenbar kamerascheu. Bei Kerbi handelt es sich nicht etwa um einen Hamster oder ein Meerschweinchen, sondern um eine Hummelkönigin, die seit November vergangenen Jahres bei Familie Drees in Heisingen lebt.
Bei Drees wird Kerbi – was sich von „Kerbtier“ ableitet – wahrlich wie eine Königin behandelt. Dabei sah es anfangs gar nicht gut aus für das Tier. Fluglahm und völlig entkräftet hatte Axel Drees die Hummel im Winter am Straßenrand gefunden. Die Familie zögerte nicht lange und nahm das Insekt bei sich auf. „Sonst wäre sie wahrscheinlich gestorben“, ist Gudrun Drees überzeugt.
Im Vergleich zu Arbeiterinnen, die nur wenige Wochen alt werden, können Königinnen ein Alter von bis zu sechs Jahren erreichen. Normalerweise verkriechen sich Hummeln im Winter etwa in einem Mäusebau – doch wohl wegen des warmen Wetters hat Kerbi den Anschluss an ihren Hummelstaat verpasst.
Wer bei der Familie in Heisingen zu Gast ist, ahnt, für welche Insekten sie sich begeistert. Überall liegen Plüschtiere in Form von Bienen, und an der Decke hängen Mobiles im Bienen-Design. „Die haben mich schon immer fasziniert“, so Gudrun Drees. Mit ihrem Hobby hat die 52-Jährige schon Freunde und Bekannte angesteckt, die sich jetzt regelmäßig nach Kerbis Befinden erkundigen.
mehr (Der Westen)
Von Wildschweinen langsam entfernen
Treffen Spaziergänger im Wald auf ein Wildschwein, sollten sie die Ruhe bewahren. In der Regel hätten Passanten nichts zu befürchten, erklärt Andreas Kinser von der Deutschen Wildtier Stiftung. Wer ein Wildschwein trifft, sollte am besten langsam rückwärts gehen und dabei vor sich hinsprechen. Denn das Gemurmel beruhige das Tier, erläutert Kinser in der Zeitschrift «Ein Herz für Tiere». Greife das Wildschwein den Menschen an, ist es wichtig, sich selbst so groß wie möglich zu machen, um dem Tier Angst einzujagen.
So sollten die Arme nach oben gerissen werden und dabei laut gebrüllt werden. Stößt das Wildschwein einen Spaziergänger um, dürften sich Spaziergänger auf keinen Fall tot stellen. Denn dann würde das Wildschwein mit seiner Attacke nicht aufhören. Besser sei es, zu strampeln und zu versuchen, das Tier wegzuschubsen.
Augsburger Allgemeine
Haustiere
Altern ist nichts für Feiglinge
Auch unter Haustieren hat der demographische Wandel eingesetzt. Schon die Hälfte aller deutschen Hunde ist heute im Rentenalter. Eine echte Herausforderung nicht nur für Veterinäre. Alfreds Frauchen musste umziehen. Alfreds wegen. Der Mischling aus Berner Sennenhund und Kaukase schaffte die Treppen immer schlechter, und knapp sechzig Kilo Lebendgewicht tragen sich nun mal nicht so leicht. So verschlug es die beiden aus ihrem lichtdurchfluteten, aufgrund alten Mietvertrags auch noch günstigen Altbau im Berliner Bezirk Prenzlauer Berg in ein dunkles, feuchtes, nicht einmal billiges Hinterhausparterre in Friedrichshain.
Tierhalter nehmen heutzutage manches auf sich, wenn ihre Hunde, Katzen, Pferde oder Kaninchen in die Jahre kommen. Sie müssen fertig werden mit Bewegungsunlust beim Gassi-Gehen, zunehmendem Mundgeruch, unvorhersehbarem Verhalten inklusive Beißlust, steigenden Tierarztkosten. Nachts öfter raus müssen auch viele, wenn der Rüde es mit der Prostata hat.
Früher wurden alte Tiere oft schlicht abgeschafft. Heute sind die Vierbeiner und so mancher Kanarienvogel immer häufiger eine Art Lebenspartner, der bis ins hohe Alter gehegt, gepflegt und versorgt wird. So hat unter Heimtieren in den vergangenen Jahrzehnten ein demographischer Wandel stattgefunden, der zwar nicht die Sozialsysteme bedroht, von den Zahlen her aber dramatisch ist. Die überalterte Hunde- und Katzengesellschaft ist längst Realität. Legt man die alte Regel zugrunde, dass ein Menschenjahr sieben Hundejahren entspricht, dann sind heute etwa die Hälfte aller deutschen Hunde im Rentenalter. 1967 waren gerade einmal 19 Prozent zehn Jahre und älter. Allerdings unterscheidet sich die Lebenserwartung der verschiedenen Hunderassen extrem. Die ganz großen beginnen schon mit sechs zu vergreisen, die kleinsten können mit vierzehn noch fit und mit zwanzig noch am Leben sein. Katzen, die eine durchschnittlich etwas längere Lebenserwartung haben, waren 1967 zu 0,2 Prozent zwanzig Jahre und älter, inzwischen sind geschätzte vier bis fünf Prozent in diesem Greisenalter.
mehr (FAZ)
Hundetrainer im Interview
Martin Rütter: "Welpenverkauf ist Super-Gau"
DUISBURG Am Freitag wurden in der Duisburger Zoohandlung Zajac die ersten Hundewelpen verkauft. Tierschützer reagieren mit Empörung. Zu Recht?
Darüber sprach der bekannte Hundetrainer Martin Rütter im Interview.Herr Rütter, der Ihnen nicht ganz unbekannte Duisburger Zoohändler Norbert Zajac verkauft ab Freitag Hundewelpen in seinem Geschäft. Was halten Sie davon?Ich finde das empörend. Das habe ich in einer Talkshow auch schon gegenüber Herrn Zajac zum Ausdruck gebracht. Herr Zajac gibt sich ja immer als Hundefreund aus, dabei ist das der Supergau für die Tiere. Ich kann auch die Leute nicht verstehen, die dort ernsthaft einen Hund kaufen werden.
Was heißt denn Supergau für die Hunde?Ich weiß nicht, ob ein Kanarienvogel glücklich ist, wenn er in der Zoohandlung sitzt. Was ich aber einhundertprozentig weiß, ist, dass es für einen Hund existenziell wichtig ist, eine vernünftige Prägung und Sozialisation zu erleben. Und das kann Herr Zajac in dem Rahmen überhaupt nicht leisten. Wenn Sie sich mit Züchtern unterhalten, die pro Jahr nur ein oder zwei Würfe großziehen, dann wird klar, wie viel Aufwand damit verbunden ist. Die Züchter machen alles Mögliche mit den Tieren, um sie auf die Welt vorzubereiten.
Was denn zum Beispiel?Die Welpen-Mutter ist acht bis zehn Wochen bei den Kleinen, dann bekommen die Jungtiere wechselnde Sozialkontakte zu Menschen. Sie werden mit den unterschiedlichsten Geräuschen vertraut gemacht. Die Welpen werden auf das Zusammentreffen mit anderen Artgenossen vorbereitet. Das können Zoohändler gar nicht leisten. Für die Tiere ist das der Wahnsinn, ein irrsinniger Stress.
Und der endet in Verhaltensstörungen?Ja, definitiv. Aber die Kernfrage ist doch: Wo hat Zajac die Hunde überhaupt her?
Von privaten Züchtern.
Ich stelle die These auf, dass kein seriöser Züchter dieser Welt diesem Mann Hunde verkaufen wird.
weiter (Ruhrnachrichten)
Suchtprobleme
Auch Tiere lieben einen gepflegten Rausch
Alkohol, Koks, Pilzdelirium: Teile der Tierwelt haben ein Suchtproblem. Igel oder Schlange, Dachs oder Elefant – der Rausch geschieht längst nicht nur aus Versehen.
Es war im Spätherbst 2006, als in Wien die Vögel vom Himmel fielen. Tot. Doch das Veterinäramt beruhigte. Keine Vogelgrippe, sondern Genickbruch, so lautete die Diagnose. Die Vögel, allesamt Seidenschwänze, hatten sich an Ästen, Fensterscheiben und anderen Hindernissen den Hals gebrochen. Was merkwürdig ist, sind doch diese Tiere als elegante Piloten bekannt. Doch die Wiener Exemplare waren offenbar, wie Stadträtin Sonja Wehsely mitteilte, „allesamt besoffen und dadurch absolut fluguntüchtig“.
Vögel im Vollrausch. Doch wie sind die Seidenschwänze zu ihrem Promillesatz gekommen? Die Flugreisenden waren von der bitterkalten Taiga nach Mitteleuropa gezogen, wo sie sich mit überreifen Weintrauben und Ebereschenbeeren vollfressen konnten. In den – eigentlich auf nordisch-karge Insektenkost geeichten – Mägen der Tiere gor das Obst nach, Alkohol entstand. So begann das Suchtproblem eher versehentlich, denn als sich die Vögel zum ersten Mal über die Beeren hermachten, konnten sie nicht wissen, was in ihren Mägen passieren würde. Doch inzwischen kommen die Tiere jedes Jahr – um sich unmittelbar nach Ankunft in einen Rausch zu fressen. Die Absturzquote hat zwar abgenommen, weil sie gelernt haben, dass man betrunken nicht fliegen sollte. Doch der Rest, so glauben Forscher, ist Vorsatz und Routine.
Nach und nach verabschiedet sich die Wissenschaft von der Vorstellung unschuldiger Tiere, die unbeabsichtigt in den Rausch gleiten. Natürlich spekulierten die Vögel auch auf den außergewöhnlich hohen Energiewert von überreifem Obst, betont Robert Dudley von der University of California. Doch wenn der Verzehr oft genug betrunken gemacht habe, dann stelle sich auch noch ein zweiter Lerneffekt ein: dass ein gepflegter Rausch durchaus angenehm sein kann.
weiter (Welt)
Zoohandlung Zajac
Süße Welpen in der Auslage
Duisburg. Die zehn Wochen alten Dackelwelpen haben noch keinen Namen, doch ihr Blick bringt die Herzen der Tierfreunde schon zum Schmelzen. Im 10 000 Quadratmeter großen „Tier-Supermarkt“ des Duisburger Händlers Norbert Zajac (Foto: dpa) sitzen seit Freitag junge Hunde mit Kriechtunnel und Schmusedecke in eigens errichteten Gehegen. Sie werden für 799 bis 899 Euro verkauft – eine bundesweite Premiere und ein Tabubruch.
Der größte deutsche Tierhändlerverband ZZF untersagt nämlich seit Jahren in einer Selbstverpflichtung seinen Mitgliedern die Präsentation von Hunden im Geschäft. Damit sollen Spontankäufe vermieden und die gründliche Überprüfung der Interessenten garantiert werden. Doch Zajac hat den Verband schon lange verlassen, viel Geld in den Umbau seines Ladens investiert und vor wenigen Tagen als erste Tierhandlung vom städtischen Ordnungsamt die Verkaufsgenehmigung erhalten. „Die Nachfrage ist riesig“, sagt er. Etwa 1000 Welpen pro Jahr zu verkaufen, sei völlig realistisch.
Bisher werden junge Hunde vor allem direkt beim Züchter gekauft. Dort gehört ein gründliches Gespräch mit dem Käufer über seine Lebensumstände zum Geschäft, und die Herkunft der Tiere ist akribisch dokumentiert. Viele Kaufinteressenten gehen auch zu den örtlichen Tierheimen, wo bundesweit Tausende Hunde auf neue Besitzer warten. Auch dort schauen die Mitarbeiter dem potenziellen Hundekäufer gründlich auf die Finger – inklusive unangemeldeter Hausbesuche.
Die Kommerzialisierung des Welpenverkaufs empfinden Tierschützer deshalb als Provokation. Die Haltung der jungen Hunde in der reizarmen Atmosphäre des Geschäftes führe zu Entwicklungsschäden. Außerdem brauche niemand weitere Hundeangebote, mehr als genug Tiere warteten in den Heimen auf ein neues Zuhause, sagte am Freitag ein Aktivist der Tierschutzorganisation Peta, die vor der Tür protestierte. Die Atmosphäre war aufgeheizt: Der Tierschützer wurde erst gar nicht in das Geschäft gelassen. Zwei Hundebesitzerinnen, die Kritik äußerten, ließ Zajac von Sicherheitsleuten aus dem Geschäft führen.
weiter (Westdeutsche Zeitung)
Vogelvergrämer am Flugplatz
Mission vogelfrei: Zusammenstöße zwischen Vogel und Flugzeug können verhängnisvoll enden. Profis an der Landebahn sollen das Federvieh fernhalten. Statt scharf zu schießen, lassen sie lieber Gras wachsen.Am Horizont zeichnet sich Arbeit ab. Steffen Mäder starrt durch die Windschutzscheibe. Hunderte Wildgänse, in V-Formation ziehen sie quer an der Startbahn vorbei. Befände sich jetzt eine Maschine im Anflug, würde er sofort die Kollegen im Tower informieren. Der Pilot müsste Warteschleifen drehen. Doch Entwarnung, kein Flugzeug in Sicht, das Funkgerät bleibt stumm.
Mäder, 41, ist der Vogelschlagbeauftragte des Dresdner Flughafens. Damit die Flieger sicher starten und landen können, nimmt er sich all jener Geschöpfe an, die es sich auf dem Gelände bequem machen. Es kommt nicht selten vor, dass Flugzeug und Federvieh aufeinandertreffen: Alljährlich gehen beim deutschen Vogelschlagkomitee, dem DAVVL, zwischen 1000 und 1300 Meldungen ein. Zwar ist die Zahl der Schadensfälle in den letzten Jahren gesunken, doch die Begegnungen bleiben oft folgenreich. Erst Ende Oktober musste ein Ferienflieger wegen Vogelschlags zum Flughafen Hamburg zurückkehren.
Manchmal droht mehr als eine verspätete Ankunft. Vor drei Jahren flog ein Airbus kurz nach dem Start vom New Yorker La Guardia Airport in einen Schwarm Kanadagänse - der wohl spektakulärste Fall der vergangenen Jahre: Beide Triebwerke fielen aus. Weil der Pilot die Maschine auf dem Hudson notwassern konnte, blieben die 155 Passagiere unverletzt. Der Pilot, Chesley B. Sullenberger, gilt seither als "Held vom Hudson".
Die meisten Vogelschläge passieren während der Start- oder Landephasen, in Höhen unterhalb von 150 Metern. Auf jedem Flughafen fahren deshalb die schwarz-gelb-gescheckten Autos der Verkehrsaufsicht Streife. In Dresden schreitet zusätzlich ein Mitarbeiter den zwölf Kilometer langen Außenzaun ab. "Wir achten auf alles, was größer ist als eine Amsel", sagt Mäder.
weiter (Spiegel)
Gähnenden Wellensittichen ist zu heiß

Er sitzt in seinem Käfig und gähnt: Wenn ein Wellensittich das macht, dann ist er vermutlich nicht müde oder gelangweilt. Viel eher ist dem Vogel zu warm und er versucht, sich abzukühlen.
Ist es Wellensittichen in einem Raum zu warm, reißen sie den Schnabel auf und gähnen. Denn Gähnen bewirkt bei den Vögeln das Gleiche, wie Schwitzen beim Menschen: Es ist eine Möglichkeit, die innere Hitze an die Umwelt abzugeben, berichtet die Zeitschrift «Gesunde Tierliebe».
Werden Wellensittiche von Gähnanfällen heimgesucht, überprüfen ihre Besitzer daher besser die Temperatur im Raum. Ideal ist für die Tiere eine Raumtemperatur um die 20 Grad. Bessert sich das Verhalten der Vögel auch danach nicht, sollten Halter einen Tierarzt aufsuchen. Denn Gähnen kann auch ein Symptom für eine Erkrankung der Atemwege sein.
Augsburger Allgemeine
Dinslaken
Wildschwein stand plötzlich im Wohnzimmer
Schreck am Sonntag: Ein Wildschwein sprang durch eine geschlossene Terrassentür ins Wohnzimmer einer Familie im Dinslakener Stadtteil Hiesfeld. Das Wildschwein verletzte sich nur leicht und floh in den Wald."Schwein gehabt“, hieß es für Familie Becker aus Dinslaken-Hiesfeld am Wochenende in doppelter Hinsicht. Denn zum einen raste ihnen am Sonntag ein Wildschwein durch die geschlossene Terrassentür ins Wohnzimmer. Zum anderen kam dabei glücklicherweise niemand ernsthaft zu Schaden.
Als Familienvater Jan-Erik Becker (45) nach dem späten Sonntagsfrühstück in seinen Garten an der Straße „Hohe Wiese“ schaut, traut er seinen Augen kaum: Ein Wildschwein grunzt da über das in einer Wohnsiedlung am Ortsrand gelegene Grundstück. Becker holt seinen Fotoapparat, „weil man so etwas ja nicht alles Tage sieht“, ruft seine Frau.
Um das Tier zu fotografieren, stellt er sich hinter die Glastür. „Plötzlich nimmt das Wildschwein Anlauf, rennt auf mich zu, direkt durch die Schreibe“, berichtet Becker. Ein lauter Knall, die Scherben fliegen durch die Luft. Dann steht das Wildschwein im wahrsten Sinne des Wortes in der Tür: „Zwei Drittel des Tieres waren im Wohnzimmer, das letzte Drittel noch auf der Terrasse. Frau Becker flieht aus dem Raum, verstaucht sich dabei den Fuß, der zehnjährige Sohn bekommt Panik. Wen wundert’s?
Irgendwie kann sich das Wildschwein rückwärts aus der Tür befreien, zieht sich in den Garten zurück. Da es einen erneuten Anlauf in Richtung Wohnzimmer zu nehmen scheint, lässt Becker schnell die Rolladen herunter. Jetzt ist sich das Schwein sicher, stöbert weiter durch den Garten. Als die herbeigerufene Polizei und der sogenannte Nachsuchenführer mit Hund, der in solchen Fällen für die Verfolgung zuständig ist, eintreffen, hat sich das Wildschwein in Richtung Bergerstraße davon gemacht.
weiter (Der Westen)
Schweine sprechen ihre eigene Sprache. Und bellen.
Sie können mehr als nur Grunzen und Quieken: Schweine geben mehr als zwanzig Laute von sich. Wenn sie sich freuen, bellen sie sogar.Der Wiener Professor Johannes Baumgartner ist so etwas wie ein Schweine-Versteher – er hat die Artikulation, die Sprache der Nutztiere untersucht. Baumgartner unterscheidet mittlerweile zwischen zwanzig Lauten. Mindestens die Hälfte davon drückt Angst, Stress und Klage aus.
Der Tierarzt kennt sich aus, er ist seit mehr als 15 Jahren in den riesigen Massenställen Europas unterwegs. Seine überraschendste Erkenntnis: In vielem reagieren Schweine sehr ähnlich wie Menschen. Schweine führen ihre Konkurrenten bewusst hinters Licht – und sie haben Familiensinn. Macht, Fürsorglichkeit, Sex, Gier, Eifersucht, Angst – die reiche Empfindungswelt von Schweinen unterscheidet sich in ihren Grundgefühlen nicht so sehr von der des Menschen.
Mit 60 Millionen Tieren jährlich unterhält Deutschland die drittgrößte Schweinefleischproduktion weltweit, nach China und den USA. In einer durchschnittlichen deutschen Fleischfabrik ergibt jede Sau mit ihrem Nachwuchs rund 13 Tonnen Fleisch im Jahr. 13 Tonnen Cleverness, die im Tierreich ihresgleichen sucht.
Welt online: Herr Baumgartner, wenn ich Sie jetzt mit „Sie Schwein“ anreden würde – fassten Sie das als Beleidigung auf?
Johannes Baumgartner:Kommt darauf an, für wen Sie mich halten. Als „Muppets“-Drehbuchautor, der die großartige Miss Piggy betextet, hätte ich nichts dagegen. Marzipanschweinchen sehen auch niedlich aus, genauso wie die Glücks-Ferkel mit vierblättrigem Klee im Maul.
weiter (Welt)
Wie einst Lassie
Hündin "Shira" rettet Unfallopfer
Hilflos im Wald liegend, zitternd vor Kälte und aus klaffenden Wunden blutend – das war die aussichtslose Lage für einen verunglückten Autolenker in Vorarlberg (Österreich). Das Leben verdankt der Mann seiner treuen Hündin "Shira" (im Bild mit seiner Stieftochter Daniela). Denn das Tier lief in den Ort und bellte Hilfe herbei.Tief verschneit ist die Alpe Gaudenz. Genau von dort machte sich Roland W. am Donnerstag auf den Weg ins Tal nach Frastanz- Amerlügen. Doch kurz nach dem Aufbruch verlor der Vorarlberger auf der glatten Straße die Herrschaft über sein Auto.
Sekunden später stürzte er – samt Golden- Retriever- Hündin Shira - mit dem Wagen in einen Abgrund. Erst nach 100 Metern blieb das Fahrzeug hängen. Doch für Roland W. war es unmöglich, sich selbst zu helfen. Sein Leben hing in der Winterkälte an einem seidenen Faden.
Doch da war noch Shira, die sich den Weg hinauf zur Straße bahnte und dann einen Kilometer weit bis Frastanz lief. Dort bellte sie so laut und ausdauernd, bis Dorfbewohner den richtigen Schluss zogen und dem Tier bis zum Unglücksort folgten.
Stieftochter Daniela: "Wir sind alle sehr stolz auf unsere Shira."
Kronen-Zeitung
Harter Winter für Bienen

Hessen. Plusgrade. Und kein Schnee in Sicht: Der Winter, der keiner ist, lässt die Imker bangen. „Für die Bienen wäre es besser, wenn sie es im Winter normal kalt hätten“, sagt Henning Jeschke, der eine Bio-Imkerei in Hessen betreibt. Ende April, also viel zu früh, hätten seine Bienen im vergangenen Jahr mit dem Brüten begonnen. „Außerdem kann sich die Varroa-Milbe durch den milden Winter stark vermehren“, erklärt Jeschke. Die Milbe ist der größte Feind der europäischen Honigbienen.
Winterschlaf machen die Bienen nicht, erklärt Jeschke. Sie sind ständig in Bewegung. 60 000 bis 70 000 Tiere leben jeweils als ein Volk zusammen. „Im Winter sind die Völker immer etwas kleiner. Sobald es kalt wird, zieht sich das Bienenvolk in seinem Stock zu einer Wintertraube zusammen.“ Diese Traube wandert dann durch die Futterwaben des Bienenstocks und nimmt auf diese Art Nahrung aus den Vorräten auf. Durch das enge Beieinandersein in der Traube hält sich das Bienenvolk den Winter über warm. „Wenn die Bienen am Rand abkühlen, drängen sie nach innen, und Bienen, die längere Zeit im Inneren waren, wandern nach außern“, erklärt der Imker. „Die Königin sitzt in der Mitte und lässt sich versorgen.“
Ganz unbehelligt bleiben die Bienen in ihrem Winterhaus nicht. „Schwarzspechte sind sehr an den Bienen interessiert und hauen auch schon mal Löcher in die Kästen, um sich Bienen herauszupicken.“ Auch Spitzmäuse schlüpfen hin und wieder durch das schmale Flugloch am Bienenhaus, um an den Waben zu fressen. „Das alles sind jedoch natürliche Feinde, die nie für die Existenz der Bienen gefährlich werden“, sagt Jeschke. Im Gegensatz zur Varroa-Milbe. Durch sie sei er gezwungen, den Bestand immer wieder auszugleichen. „Dieser hohe Arbeitsaufwand ist auch ein Grund dafür, dass viele ältere Imker aufgeben.“
Jeschke ist seit 1977 Imker, und er denkt keinesfalls ans Aufhören. „Es ist immer wieder faszinierend.“ Die Umwelt nimmt Einfluss auf das Leben der Bienen – und umgekehrt. „Ohne Bienen könnten die Pflanzen nicht bestäubt werden. Wir hätten viel weniger Nahrungsmittel.“ Dann zitiert Jeschke Albert Einstein, der gesagt haben soll: „Keine Bienen mehr, keine Pflanzen, keine Tiere, keine Menschen mehr.“
HNA
Hundenamen
Bello und Hasso sterben aus
Rex war einmal. Der Hundebesitzer von heute will zeigen: Er ist Kosmopolit. Die Tiere hören auf Namen wie Benny und Jim Beam - und wehe, Nachbars Hund heißt auch so. Camilla hat ein großes Gebiss, und „schön knochenstark“ ist sie noch dazu, meint ihre Halterin. Als sie die Hündin das erste Mal sah, musste sie an die Frau von Prinz Charles denken. Also nannte sie das Tier Camilla. Und damit liegt sie voll im Trend, wie Eva Schaab von der Universität Mainz festgestellt hat: „Der Trend geht zu Menschennamen.“ Hunde hören heute, wenn sie denn hören, kaum mehr auf Namen wie Bello, Hasso, Harras oder Flocki. Eher auf Charly, Scarlett oder eben Camilla.
Wenn es stimmt, dass Namen Zeichen sind und - nomen est omen - etwas bedeuten, dann heißt das für den deutschen Hund: Er wird immer individueller und kreativer, er wird weltgewandt, anglophil geradezu und ist überdies dem Alkohol nicht abgeneigt. Freilich hat er das nur seinem Halter zu verdanken, denn das Tier selbst darf heute zu seinem Rufnamen so gut wie nichts mehr beitragen. Vor 100 Jahren hießen Hunde ob ihres Äußeren manchmal noch „Krummbein“. Andere sagten mit ihren Namen etwas über ihre Funktion oder ihre Fähigkeiten aus: „Greifan“ oder „Putzenweg“ oder „Taugenichts“. Heute hingegen lassen nur noch wenige Namen auf Äußerlichkeiten schließen - und wenn, dann nur verschlüsselt oder zumindest nicht in deutscher Sprache. Schwarze Tiere heißen kaum mehr Nero, sondern allenfalls „Blacky“.
Für ihre Magisterarbeit im Fach Onomastik - also Namenkunde - hat Eva Schaab Hundenamen-Listen von 1907 und 1916 ausgewertet und zusätzlich 1000 Hundebesitzer gefragt, wie ihr Haustier heißt und vor allem: warum es so heißt. Demnach sind Ben (Benny) und Sam (Sammy) die derzeit beliebtesten Namen für Rüden. Hündinnen werden mit Vorliebe Gina genannt. Neben den englischen Namen inspirieren auch Städte im Ausland deutsche Tierbesitzer: Boston oder Sydney zum Beispiel.
weiter (FAZ)
Drei junge Männer verhaftet
Schafe auf Schulgelände misshandelt
„Es ist ein gravierender Fall von Tierquälerei.“ Drei junge Männer sollen am Montagabend auf dem Gelände der Schule Schafe in einem Gehege schwer misshandelt haben. Ein Tier ist trächtig und schwer verletzt.Schock an der Rosenmaarschule in Köln-Höhenhaus: Drei junge Männer sollen am Montagabend auf dem Gelände der Schule Schafe in einem Gehege schwer misshandelt haben. „Es ist ein gravierender Fall von Tierquälerei“, sagte eine Polizeisprecherin.
Um 22.15 Uhr rief der Hausmeister (40) die Polizei und berichtete von merkwürdigen Geräuschen aus dem Schafstall. Plötzlich seien mehrere junge Männer aus dem Gehege weggelaufen, sagte der Mann weiter. Die Polizei machte in dem Stall eine traurige Entdeckung: Ein trächtiges Schaf lag blutverschmiert im Stall auf dem Boden und hatte schwere Kopfverletzungen. Auch weitere Tiere waren verletzt. Eine Tierärztin wurde gerufen, die die verletzten Schafe untersuchte und versorgte. Die drei Tatverdächtigen im Alter von 18 bis 20 Jahren wurden nach kurzer Fahndung festgenommen. An der Kleidung der jungen Männer wurden Blutspuren entdeckt. Das Trio muss sich unter anderem wegen eines Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz und Hausfriedensbruchs in einem Strafverfahren verantworten.
Die etwa zehn Schafe auf dem Areal an der Straße Am Rosenmaar gehören zum pädagogischen Konzept der Schule. „So erfahren Kinder lebensnah, wie Tiere aufwachsen, wie man sie pflegt und was es bedeutet, Verantwortung für ein Stück Natur zu übernehmen“, heißt es auf der Internetseite der Schule.
Für die Aufklärung des Tierquälerfalls benötigt die Kölner Polizei, Telefon 0221/229-0, weitere Zeugenhinweise.
Kölnische Rundschau
Ungewollter Beifang
Hunderttausende Wale und Delfine sterben im Netz
Eine Flucht ist unmöglich: Umweltschützer haben im Auftrag der Uno das traurige Schicksal vieler Meeressäuger ermittelt. Demnach stirbt die Mehrheit mancher Arten als ungewollter Beifang in Fischernetzen - obwohl es längst Methoden gibt, die dies verhindern könnten.
Fischernetze und Fangleinen gefährden den Bestand vieler Zahnwalarten - dazu zählen zum Beispiel Tümmler oder Schweinswale. Zu diesem Ergebnis kommt ein Bericht der Vereinten Nationen, der von der Umweltschutzorganisation WWF (World Wide Fund For Nature) mitfinanziert und erstellt wurde. "Die weltweiten Bestände von Zahnwalen sind in den vergangenen zehn Jahren dramatisch geschrumpft", berichtete der WWF am Montag in Berlin.
"Die Haupttodesursache bei Zahnwalen, vor allem für kleinere Arten wie Delfine, ist der Beifang", sagt Roland Gramling. Dem Report zufolge sind 86 Prozent der heute noch 72 Zahnwalarten bedroht. Die kleineren Zahnwale - zu denen neben den Delfinen unter anderem Schnabelwale zählen - sind nach Angaben der Organisation vom Beifang stärker betroffen als die großen Bartenwale. "Obwohl Wale weitgehend nicht mehr kommerziell gejagt werden, sind ihre Bestände zunehmend stärker bedroht", so WWF-Artenschutzexperte Volker Homes.
Zahnwale können laut WWF die sogenannten Langleinen sowie Stell- und Schleppnetze häufig nicht orten. Sie verfangen sich darin, ertrinken und werden als ungewollter Beifang wieder ins Meer geworfen. Weitere Todesursachen sind dem UN-Bericht zufolge die in manchen Regionen immer noch praktizierte Jagd, Zusammenstöße mit Schiffen und die Zerstörung der Lebensräume.
Längst haben Experten Methoden entwickelt, die ungewollten Beifang verringern: So können Schallquellen Delfine abschrecken. Außerdem wurden Netze mit Fluchtklappen konzipiert, aus denen Jungfische entkommen können. Bereits frühere Erhebungen des WWF wiesen auf das Problem hin: Demnach würden jährlich mehr als 300.000 Kleinwale, Delfine und Tümmler in Fischernetzen verenden. Der Baiji-Yangtze-Delfin sei ausgestorben, weil er Opfer von Beifang wurde.
mehr (Spiegel)

Schreiben Sie uns!
Wie finden Sie unsere Seite? Haben Sie Verbesserungsvorschläge? Oder liegt Ihnen etwas auf dem Herzen? Wir haben für Sie und Ihre
E-Mail die Seite
Echo eingerichtet.
Einige ältere Beiträge finden Sie auf der Seite über uns, beispielsweise "50 Jahre bmt in Issum", einen Geschäftsbericht, Fotos von unseren Sommerfesten usw.

Zur Zeit haben wir täglich bis zu 300 Besucher auf dieser Seite